Ironischer Weise resultiert aus übermäßigem Gebrauch von Schlafmitteln die häufigste Form der Schlafstörungen, die Drogen-Insomnia.
Meist sind Personen betroffen, die aufgrund bereits existierender Schlafstörungen Beruhigungs- oder Schlafmittel konsumieren. Die Gefahren, die mit der medikamentösen Behandlung einhergehen, sollten nicht unterschätzt werden. Die gängigen Präparate besitzen ein hohes Suchtpotenzial und führen schnell zur Gewöhnung.
Aufgrund der chronischen Einnahme der Präparate entwickeln sich hohe Toleranzschwellen.

Daher erhöhen viele Konsumenten fahrlässig ihre Dosis und übersehen, dass sie sich in einen Teufelskreis begeben. Gleiches gilt für das Trinken von Alkohol, um die nötige „Bettschwere“ zu erlangen. Auch übermäßiger Alkoholkonsum kann Drogen-Insomnia auslösen. Bei beiden Formen des Missbrauchs ist die Dauer der REM-Phasen häufig reduziert.

Aufgrund der extrem schnell entstehenden Abhängigkeit sollten Schlafmittel wenn überhaupt nur äußerst begrenzt eingenommen werden. Rebound-Effekte entwickeln sich mitunter binnen weniger Tage. Das bedeutet, dass nach dem Absetzen des Medikamentes die ursprünglichen Schlafstörungen in drastischerer Form wieder einsetzen.

Werden dann erneut Schlafmittel eingenommen, kann sich Toleranz und letztlich Sucht entwickeln. Alle gängigen Schlafmittel bergen diese Gefahr.


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