Infolge anstrengender körperlicher Aktivität oder anhaltender Schlafdeprivation kann das Schlafbedürfnis einer Person gesteigert sein. Im Normalfall vergeht die übermäßige Schläfrigkeit nach wenigen Tagen wieder. Einige Personen leiden aber ohne äußerlich erkennbaren Grund und über längere Zeit hinweg über einem stark gesteigertem Schlafbedürfnis. Kommt es infolge dessen zu einer Verlängerung der Schlafdauer um ein Viertel oder mehr, spricht man von „Hypersomnie“.

Die Schlafsucht kann sowohl psychische als auch körperliche Kausalitäten haben. Affektive- und Angststörungen führen in einigen Fällen zu einem gesteigerten Schlafbedürfnis. Auch eine schwere Erkrankung der Organe oder eine neurologische Dysfunktion, zum Beispiel ein Hirntumor oder eine Meningitis, kann zu Hypersomnie führen.
Hinsichtlich der Diagnose ist daher die Bestimmung der Ursache eine zentrale Aufgabe. Je nach angenommenem Auslöser kann eine neurologische oder psychiatrische Untersuchung angebracht sein. Liegen Zeichen für eine anschließende neurologische Störung vor, ist eine Kernspin- oder Computertomografie in der Regel das Mittel der Wahl. Neben der Ursache der Hypersomnie sollte das Vorliegen anderer Schlafstörungen untersucht werden.

Narkolepsie oder ein aufgrund einer Schlaf-Apnoe entstandenes Ungleichgewicht von Kohlendioxid und Sauerstoff im Körper kann die übermäßige Schläfrigkeit ebenso bedingen, wie wiederholter Missbrauch von Schlafmitteln.


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