Alpträume (Pavor nocturnus) treten für gewöhnlich im REM-Phasen auf. Viele Menschen, die unter Alpträumen leiden, berichten, dass sich ein und derselbe angsterfüllende Traum immer wiederholt. Die Bedingungen, unter denen während des Schlafens bestimmte Situationen imaginiert werden, sind weitgehend unbekannt.

Zahlreiche Theorien versuchen, die Gründe für bestimmte Trauminhalte zu erklären. Populär ist die psychodynamische Deutung nach Freud, in welcher davon ausgegangen wird, Träume seien Manifestationen verdrängter Gedanken und Wünsche. Erwiesen ist das nicht, fest steht lediglich, dass bestimmte Begleitumstände die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Alpträumen erhöhen. Zu diesen zählen neben Fieber auch Stress und Übermüdung.

Auch vorangegangener Alkoholkonsum kann das Auftreten von Alpträumen begünstigen. Vom Großteil der Personen wird das Traumerleben als sehr furchterregend empfunden- Viele Betroffene schrecken schweißgebadet aus ihren Träumen hoch.
Häufig geschieht das bei sogenannten „Alpträumen mit Schlafparalyse“.
Diese Episoden treten in REM-Phasen auf und werden oft von Träumen begleitet, deren Inhalt Flucht- oder Verfolgungssituationen sind. Während dieser Episoden haben die Betroffenen das Gefühl, sich nicht mehr bewegen zu können. Der Eindruck kann den gesamten Körper oder einzelne Gliedmaße betreffen. Die Einbindung in das Traumerleben lässt die imaginierte Bewegungshemmung zu einem bedrückenden Angsterleben werden. Alpträume können von vegetativen Veränderungen wie Muskelverspannungen oder Tachykardie begleitet werden.

Wie das angsterzeugende Träumen zu vermeiden ist, ist bis heute unbekannt. Im Gegensatz zu dem bloßen nächtlichen Aufschrecken gibt es keine spezielle Behandlungsmöglichkeit. Das plötzliche Hochschrecken kann in vielen Fällen mit Benzodiazepinen erfolgreich behandelt werden.

Das Gros der Betroffenen leidet allerdings nicht unter angsteinflößenden Traumerlebnissen. Die Gründe für das Aufschrecken sind in diesen Fällen oft unklar. Es kann von heftigen motorischen Äußerungen oder Schreianfällen begleitet werden. Außerdem kann das nächtliche Hochschrecken einer Phase des Schlafwandels darstellen.


zurück