Neben den häufiger vorkommenden Formen der Parasomnie können in Einzelfällen auch spezifischere Arten der Schlafstörung auftreten. Zu diesen zählen unter anderem Erektionsstörungen, Sinus-Arrest, Dystonie und Hypoventilation sowie das abnorme Schlucksyndrom.

Erektionsstörungen können bei Erwachsenen während des REM-Schlafs in Form einer Unterdrückung auftreten. Bei einigen Patienten kann es auch vorkommen, dass die natürlichen Erektionen eintreten, diese aber mit Schmerzen verbunden sind. In beiden Fällen kann eine medikamentöse Therapie eingesetzt werden. Ebenfalls im REM-Schlaf kann bei gesunden Menschen wiederholt Sinus-Arrest, ein kurzweiliger Herzstillstand eintreten, der zu Herzrhythmusstörungen führt.

Häufiges Schlucken führt beim abnormen nächtlichen Schlucksyndrom zu Hustenkrämpfen, die zum Aufwachen führen können. Mit dem Syndrom können zudem leichte Erstickungsanfälle einhergehen. In vielen Fällen kann die Symptomatik, die bevorzugt bei älteren Personen auftritt, durch das Hochlagern des Kopfes eindämmt werden. Das Hypoventilationssyndrom tritt im Gegensatz zum Schlucksyndrom schon in früher Kindheit auf. Die Erkrankung ist auch unter der Bezeichnung „Udines-Fluch“ bekannt.

Neben der Störung des Atmens kann bei Neugeborenen auch Dystonie auftreten. Die kurzfristige Störung des Muskeltonus kann die Gliedmaße oder den Kopf betreffen. Der außerhalb des REM-Schlafes einsetzende Spannungsabfall kann bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben und die Qualität des Schlafes stark einschränken. In diesen Fällen empfiehlt sich eine medikamentöse Behandlung.


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