Durchfall und Verstopfung: Die Abführmittel
Sie sollten nur nach Rücksprache und vor allem nicht über einen langen Zeitraum eingenommen werden. Denn
-Bei einer natürlichen Darmentleerung wird nur der Enddarm, ein kleiner Teil des Darms entleert. Bei der Einnahme von Abführmittel hingegen werden größere Teile des Darms geleert. Ergo dauert es auch länger, bis sich der Darm wieder gefüllt hat und der Mensch einen Stuhldrang fühlt. Vielen Menschen dauert das zu lange. Folglich denken sie, sie litten wieder unter Verstopfung und greifen zum Abführmittel. So schließt sich der Teufelskreis.

- Der massive Einsatz von Abführmitteln entzieht dem Körper viel Flüssigkeit.
Was einerseits wiederum zur Verstopfung führt und andererseits dem Organismus lebenswichtige Salze wie Natrium und vor allem Kalium nimmt.
Kalium aber beispielsweise ist wichtig für eine geregelte Herzfunktion. Und das Rhythmusstörungen bis hin zum Herzstillstand unter der Einnahme von Abführmittel entstehen, ist bereits mehrfach vorgekommen.

- Ganz abzuraten ist von Glaubersalz oder Bittersalzen. Sie entleeren den Darm komplett und haben die gleichen Nebenwirkungen, nur stärker. Solche Mittel sollten nur unter ärztlicher Aufsicht genommen werden. Sie sind nur nötig, wenn eine Darmentleerung für Diagnosezwecke gebraucht wird: etwa vor Darmspiegelungen oder Operationen.

Etwas harmloser dagegen sind Mittel wie Lactulose. Lactulose ist ein hochwertiger Zucker und zieht Wasser in den Darm - allerdings nicht in solchen Massen wie andere Abführmittel. Eher harmlos sind auch kleine Einläufe (Klistiere) und Zäpfchen, denn sie wirken lokal im Enddarm.

Ein erfolgreiches Hausmittelchen ist, morgens nach dem Aufstehen ein bis zwei Gläser Wasser zu trinken, denn das regt die Motilität des Magen- Darmtraktes an.

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