Die Ursachen für einen Durchfall sind vielfältig. In den meisten Fällen ist er durch eine Lebensmittelvergiftung ausgelöst. Hier werden Bakterien mit der Nahrung verzehrt, die Gifte (Toxine) bilden, die ihrerseits den Darm angreifen. Kennzeichnend für diese Erkrankung ist der sehr plötzliche Krankheitsbeginn, häufig begleitet von Bauchkrämpfen.

Bei einer Darmgrippe oder einem Reisedurchfall ist der Mechanismus ähnlich. Der Unterschied sind die Bakterienstämme, die den Durchfall auslösen. Zu den bekanntesten gehören Salmonellen und Staphylokokken. Reisedurchfall entsteht oft durch Escherichia-Coli, aber auch durch Viren oder gar Parasiten.

Medikamente können auch einen Durchfall induzieren. Besonders Antibiotika und Chemotherapeutika. Denn sie zerstören die natürliche Keimbesiedlung des Dickdarms. Dadurch kann der Stuhl nicht mehr ausreichend eingedickt werden. Diese Symptome klingen meist mit Absetzen der Therapie von alleine ab.

Einige Menschen leiden unter einer Laktose-Intoleranz, bei dem der Verdauung das Enzym Lactamase fehlt. Das aber ist eigentlich verantwortlich für die Verdauung von Milchprodukten. Die unverdauten Milchbestandteile verbleiben so im Darm und verursachen den Durchfall.

Hält ein Durchfall lange an oder wechselt er sich mit Verstopfungen ab, sollten Sie einen Arzt besuchen. Denn Ursache für derartige Verdauungsstörungen können auch das Reizdarm-Syndrom, eine Colitis Ulcerosa oder ein Morbus Crohn sein.

zurück