Mythos Muttermilch

Im Mittelalter war sie verpönt, da man glaubte, Kleinkinder würden mit ihr die Sünden der Mutter verinnerlichen - Zum Glück ist man heute klüger:
Längst ist bekannt, wie wertvoll die Muttermilch für die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes ist. Forscher haben jüngst sogar herausgefunden, dass die Aufnahme der Muttermilch das spätere Bluthochdruckrisiko senkt. Außerdem schützt ihr Trinken vor Darmerkrankungen und verhindert zum Teil das spätere Erkranken an Allergien und Neurodermitis.
Auf welchen Inhaltsstoffen diese wunderbaren Wirkungen beruhen, ist allerdings bis heute unklar. Fest steht nur, dass es sich bei der Muttermilch um ein wahres Lebenselixier handelt.
Denn die Kolostralmilch, wie sie auch genannt wird, ist reich an Vitaminen, die auch für Frühgeborene wertvoll sind.
Noch in den siebziger Jahren glaubte man, Muttermilch schade Frühchen wegen ihres geringeren Proteinanteils im Vergleich zur Fertignahrung. Heute weiß man, dass frühgeborene Kinder von der enthaltenen Energie der Muttermilch ebenso profitieren, wie alle anderen Babys.

Der Grund liegt in einer besonderen Eigenschaft der Kolostralmilch:
Faszinierender Weise ändert sich ihre Zusammensetzung mit der Entwicklung des Kindes.
Es erscheint wie ein biologisches Wunder, aber die Konzentration und Zusammensetzung ihrer Inhaltstoffe scheint die Mutter unbewusst stets an die Bedürfnisse ihres Babys anzupassen. So ist die Konzentration von Eiweißstoffen bei Müttern früh geborenerer Kinder deutlich erhöht und Abwehrstoffe sind in größerer Zahl enthalten.
Neben der körperlichen wird übrigens auch die geistige Entwicklung durch die Aufnahme der Muttermilch gefördert. Denn die in ihr enthaltenen langkettigen ungesättigten Fettsäuren fördern nachweislich das Problemlöseverhalten. Mütter, die ihre Kinder stillen, geben ihren Kindern also Stoffe, die ihren Körper stark machen und ihre Intelligenz fördern.


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