Die Schmerzen sind da, obwohl es sie eigentlich gar nicht geben dürfte.
Viele Menschen klagen über sogenannte "Phantomschmerzen", die nach der Amputation eines Körpergliedes entstehen.

Der Schmerz scheint aus dem abgenommenen Glied zu rühren: ein entfernter Zeh pocht, ein abgenommener Finger sticht und brennt.
Oft werden die Betroffenen belächelt: "Wie kann denn etwas weh tun, das gar nicht mehr da ist ?", heißt es höhnisch.

Dabei handelt es sich im Fall des Phantomschmerzes keinesfalls um eine eingebildete Krankheit. Die Betroffenen empfinden den Schmerz tatsächlich.
Ihre Ursache liegt in einer spontanen Aktivierung der Nervenzellen im Gehirn, die vormals für das Schmerzempfinden des amputierten Gliedes verantwortlich waren.
Auch das Nachwachsen der Zellen an der Stelle des entstandenen Stumpfes, spielt eine große Rolle. Denn die Zellen, die dort vormals für die Innervation der Muskeln zuständig waren, erhalten nach wie vor Signale aus dem Gehirn.

Diese können allerdings nicht entsprechend umgesetzt werden und als „Fehlermeldung“ werden sie zurückgesandt. Durch dieses Wechselspiel entstehen Empfindungen, die suggerieren, das amputierte Glied sei noch vorhanden. In vielen Fällen steigert sich das
bis zu unerträglichen Schmerzen.


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