Thymian darf in keinem Gewürzregal fehlen. Das mediterrane Kraut hat ein angenehm herbes Aroma, das von einer leicht pfeffrigen Schärfe abgerundet wird. Außerdem fördern die kleinen Blättchen die Verdauung und machen deftige Speisen bekömmlicher. Daher passt Thymian hervorragend zu Fleischgerichten wie Rind, Huhn und Lamm. Aber auch Fisch, Meeresfrüchte und vegetarische Speisen bekommen mit dem Kraut eine feine Note.

Thymian hat seine Heimat in den westlichen Mittelmeerländern. Der immergrüne Strauch wächst an Berghängen, auf Felsheiden und Sommerwiesen. Die lanzettförmigen Blättchen sind graugrün, am Rand nach unten eingerollt und filzig behaart. Weit verbreitet ist der „Echte Thymian“ (Thymus vulgaris), auch „Gewöhnlicher Thymian“ oder „Gartenthymian“ genannt. Wer „Quendel“ sagt, meint den „Wilden Thymian“ (Thymus serpyllum). Zitronenthymian (Thymus citriodorus) wird gerne zur Aromatisierung von Kräuteressig verwendet.

Der typische Geschmack und Geruch von Thymian ist in erster Linie auf das ätherische Öl zurückzuführen. Es besteht hauptsächlich aus dem namensgebenden Thymol als auch aus Carvacrol. Daneben finden sich Lamiaceengerbstoffe und Flavonoide. Auch in der Naturheilkunde hat das Kraut seinen festen Platz. Es löst festsitzenden Schleim in den Atemwegen und wird, zum Beispiel als Tee, bei Erkältungskrankheiten eingesetzt. (BZfE) 


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